Moritz (r.i.p.)





Niemals geht man für ganz,
irgendwas von dir bleibt hier!
(Trude Herr)

Moritz  (Mai 1999 - Dez. 2015)


Du bist nicht mehr da und wir sind sehr traurig. Wir mussten dich schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Jetzt bist du erlöst und dieser Gedanke hilft uns.

Als du im Sommer 2002 zu mir gekommen bist, war gerade deine Schwester Mona verstorben. Und da dein Herrchen Thomas viel im Außendienst gearbeitet hat, habe ich dich zu mir, Katharina und Georg geholt. Du solltest tagsüber nicht so lange alleine sein. Ich arbeitete in Teilzeit und die Kinder waren noch in der Schule. Wir waren damals eine Wochenend-Patchwork-Familie. Die beiden Kinder hatten sich immer ein Haustier gewünscht und du hast uns im Sturm erobert. Das war im Sommer 2002.
Lange hast du nicht ohne tierische Schwester aushalten müssen, denn im November 2002 haben wir Milky adoptiert. Ich weiß noch, wie du dich unter dem Bett von Katharina versteckt hast, als Milky aus der Transportbox ausgestiegen ist. Frech wie sie damals war, hat sie dich erst einmal angefaucht. Nun, es dauerte nicht lange, bis du ihr gezeigt hast, wer der Katzenchef ist. Trotzdem - die Kleine und du - ihr ward ein tolles Team. Keine Kiste war klein genug, dass nicht doch zwei Katzen hinein passen könnten!
Auch den Umzug in die neue große Wohnung, verbunden mit vielen Änderungen, wie dem Auszug der Kinder und dem Einzug von Thomas, hast du gelassen mitgemacht. Du hattest einfach immer die berühmte Katzenruhe weg.

Und was hatten wir Spaß, wenn du gemeinsam mit Thomas oder Katharina die unter den Schrank gekullerten Leckerlis mit dem Zollstock wieder hervor gezogen hast. Iiiii - wie staubig, aber wir konnten gar nicht so schnell zugreifen, wie du sie gefressen hast. Es ist noch gar nicht lange her, da war Katharina hier zu Besuch und hat mit dir die lustige Schatzsuche betrieben. Du warst immer noch schnell, obwohl du da schon so krank warst.

Ja, gegen den großen Katzendurst hilft viel frisches Wasser. Was haben wir gelacht, als wir dich eines Tages so auf dem Küchenschrank sahen. Du hast da ganz gemütlich gesessen und das frische Wasser geschlabbert. Eigentlich wollte ich in die Schale rote Rosen, die Thomas mir geschenkt hat, dekorieren. Aber in dem Moment hast du dich nicht stören lassen. Den Rosen hat es nicht geschadet.

Immer wenn gebastelt wurde, ward ihr beiden nicht weit. Oft hast du mitten im Material gelegen und dich auch nicht daran gestört, dass ich um dich herum arbeiten muss. Je wilder es auf dem Tisch aussah, desto schöner für dich. Wer hilft Milky und mir in Zukunft beim Basteln?
Und was war das witzig, als ich meine ersten Versuche an der Nähmaschine gemacht habe. Du versuchtest mit deinem Pfötchen den Stoff zu fangen. Dein Köpfchen ging im Takt der Nadel mit: rauf und runter, rauf und runter... Helfen - ja das wolltest du immer und hast dich dazu gerne auf meinem Schoß niedergelassen. Ich liebte es, dann in deinem Fell zu kraulen und deinem tiefen und gleichmäßigen Schnurren zuzuhören. Das ist jetzt für immer verstummt.

Die Hängematte war für dich der Hit und eine Idee der Kinder. Hier in meinem Zimmer steht sie und wartet auf dich. Aber du wirst nie wieder so chillen und bei uns sein.

Ich werde mich an die Abende auf dem Sofa ohne dich gewöhnen müssen. Du hast ja zu gerne ganz dicht bei mir gelegen, mir tief in die Augen geschaut und mir deine Liebe geschenkt. Du warst mein kleiner Prinz und ich habe dich oft mein Gummibärchen genannt.

Ich vermisse dich so sehr, aber gegen deine Krankheit, die erst im Oktober sichtbar ausgebrochen ist, hatten wir keine Chance. Die Medikamente und Spritzen haben nicht geholfen, du wurdest immer dünner und schwächer. Hast am Ende nicht einmal mehr mauzen, fressen oder schnurren können. Deinem Leiden haben wir am 19. Dezember 2015 ein Ende bereitet.
In der Tierklink war man sehr einfühlsam mit uns. Du bist in meinem Arm eingeschlafen und hast nun keine Schmerzen mehr. Wir durften dich mit nach Hause nehmen, damit Milky sich von dir verabschieden kann. Sie vermisst dich!

Thomas wollte dich gerne nach Mahlow zurück bringen, aber mein Herz konnte das nicht zu lassen.
Deine letzte Ruhe hast du am 22. Dezember auf dem Tierfriedhof Fasanenhof, ganz in unserer Nähe gefunden. Du kennst uns - wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sind einen ganzen Tag durch die Gegend gefahren, um das beste Sonnenplätzchen für dich zu finden. Natürlich sieht es jetzt noch etwas improvisiert aus, aber das wird schon noch. Und wenn ich morgens mit dem 77er zur Arbeit fahre, kann ich dir in Gedanken winken und einen Gruß in dein Öhrchen flüstern.

Ich habe dir versprochen alles wird gut. Ich hab dich lieb und bin bis zum Schluss bei dir - das Versprechen habe ich gehalten. Nun Ruhe in Frieden und schau ab und zu einmal vom Katzenhimmel auf uns herunter. Einen Ersatz kann und wird es für dich nicht geben.

In Liebe und Dankbarkeit - Mami
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